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Zeittafel zum Leben und Wirken von Janusz Korczak

1878 . Geboren am 22.07. als Henryk Goldszmit in Warschau. Eltern: Cecylia und Josef Goldszmit. Der Vater war Advokat und stammte aus der östlichen Provinz, nähe Lublin.
1896 . Erste Veröffentlichung als Gymnasiast: "Der gordische Knoten". Vater Josef stirbt in einem Nervenkrankenhaus.
1899 . Unter dem Pseudonym Janusz Korczak gewinnt er mit einem Drama einen literarischen Wettbewerb. Das Pseudonym behält er im Folgenden sein Leben lang.
1901 . Roman "Kinder der Strasse".
Reise nach Zürich: Auf den Spuren Pestalozzis.
1898/1904 . Medizinstudium in Warschau. Betreuung von Kindern im Warschauer Armenviertel. Erste Betätigung im erzieherischen Bereich. Medizinische Promotion. Arztstelle in einem Kinderkrankenhaus.
1904/1906 . Militärarzt im Russich-japanischen Krieg.
1904/1906 . Roman "Kind des Salons".
1906/1911 . Tätigkeit in einem Kinderkrankenhaus im Warschauer Armenviertel. Gleichzeitig freipraktizierender und geschätzter Arzt bei den Wohlhabenden, um seine Hilfstätigkeiten zu finanzieren. Medizinische Studien in Berlin, Paris und London (Anfänge der Pediatrie). Erzieher in "Sommerkolonien" mit Kindern und Jugendlichen.
1912/1914 . Leitung des nach seinen Plänen gebauten jüdischen Weisenhauses "Dom Sierot" (=Haus der Waisen) in der Warschauer Krochmalnastrasse 92. Nur noch eingeschränkte Arzttätigkeit aufgrund der Tätigkeit im Waisenhaus.
1914/1918 . Militärarzt. Weiterhin entsteht sein erstes pädagogisches Hauptwerk "Wie man ein Kind lieben soll".
Ab 1919 . Wieder Leiter von Dom Sierot. Daneben mit Maryna Falska (1877-1944) Errichtung und Leitung eines Waisenhauses für polnische Kinder (Nasz Dom = Unser Haus). Vorlesungstätigkeit für Sonderpädagogik.
Kinderroman "König Hänschen I.". Roman "Wenn ich wieder kein bin". "Allein mit Gott. Gebete eines Menschen, der nicht betet."
1926 . Gründung der ersten Zeitung von und für Kinder "Maly Przeglad" (= Kleine Rundschau) als wöchentliche Beilage der polnisch-jüdischen Zeitung "Nasz Przeglad" (= Unsere Rundschau).
1928/1931 . Zweites pädagigisches Hauptwerk: "Das Recht des Kindes auf Achtung". Drama: "Senat der Verrückten". Kinderbuch: "Der Bankrott des kleinen Jack".
1931/1939 . Im polnischen Rundfunk: "Radioplaudereien des alten Doktores". Roman "Kajtus, der Zauberer", deutsch "Kaitus oder Antons Geheimnis". 1934 und 1936 Reise nach Palästina.
1940 . Zwangsverlegung des Dom Sierot in das Warschauer Ghetto durch die Deutschen.
1942 . Erinnerungen (Ghetto-Tagebücher), gerettet und später herausgegeben von Igor Newerly. Anfang August des Dom Sierot mit Korczak, der mehrere Versuche zu seiner eigenen Rettung abgelehnt hatte, mit Stefania Wilczynska, seiner Mitarbeiterin seit 1911, mit dem übrigen Personal und etwa 200 Kindern in das Vernichtungslager Treblinka (vermuteter Todestag 5.8.1942).
1957 . "Korczak und die Kinder", Stück von Erwin Sylvanus (deutsch)
1957/1958 . Erste Ausgabe der "Gesammelten Werke" (4 Bände polnisch), hrsg. von Igor Newerly.
1959 . Deklaration der durch die UN-Generalversammlung in New York.
1967 . Beginn der deutschen Korczak-Edition mit "Wie man ein Kind lieben soll", hrsg. von Elisabeth Heimpel und Hans Roos, eingeleitet von Igor Newerly, Göttingen, Vandenhoeck & Ruprecht.
1972 . Friedenspreis des deutschen Buchhandels posthum an Janusz Korczak (30. Todestag).
1977 . Gründung der Deutschen Korczak-Gesellschaft (Erich Dauzenroth und Adolf Hampel, Giessen.
1978 . Gründung der Internationalen Korczak-Gesellschaft in Warschau.
1985 . Janusz Korczak Bibliografia 1896-1942. Hrsg. von A. Lewin, F. Beiner, E. Dauzenroth.
1987 . Janusz Korczak Bibliographie (dt.) 1943-1987. Hrsg. von F. Beiner, E. Dauzenroth, E. Lax.

 

 
  
 
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